Warum vegane Ernährung?


Dass eine nährstoffreiche, pflanzenbasierte Ernährung gesund ist, daran besteht kein Zweifel mehr. Wenn du dich ausgewogen vegan ernährst, wirst du schnell merken, dass du mehr Energie hast und einfach fitter und aktiver bist. Du fühlst dich wortwörtlich wohl in deiner Haut, denn auch deine Haut wird klarer und strahlender. Eine vegane Ernährung beugt vielen Krankheiten vor oder kann bestehende Beschwerden lindern. „Vegan sein“ meint aber noch viel mehr – es ist ein ganzheitlicher Lebensstil, der einen nachhaltigen, umweltschonenden und tierfreundlichen Konsum beinhaltet. Es ist mir ein Bedürfnis, ein Herzenswunsch, hier einen Beitrag zu leisten und vielen Menschen Türen zu öffnen für sich selbst und auch für andere.

Der Weg zu einer veganen Ernährung ist meist kein direkter – es ist kein Kahlschlag oder eine extreme Veränderung von heute auf morgen. Meist sind es kleine Schritte und die Übergänge sind fließend. Am Anfang lässt man vielleicht einfach nur ein Fleischgericht pro Woche weg, dann zwei, dann drei. Man verzichtet mehr und mehr auf Fleisch und irgendwann lässt man schließlich auch andere tierische Produkte einfach weg, weil man merkt, dass es guttut und man sich einfach besser fühlt, wenn man sich gesund und ausgewogen ernährt.

Gesundheitliche Vorteile einer veganen Ernährung

Wer sich vegan ernährt, verzichtet auf Produkte, die von Tieren stammen. Die Ernährung ist also pflanzenbasiert – plantbased, um dieses schöne Wort einmal zu verwenden. Veganer verzichten also auf Fleisch, Wurst, Fisch, aber auch auf Milch, Eier, Käse und im allerweitesten Sinne auch auf Produkte, die durch Tiere gewonnen werden, wie z. B. Honig.

Vegane Lebensmittel wirken sich positiv auf unseren Säure-Basen-Haushalt aus.

Da die meisten tierischen Lebensmittel säurebildende Nahrungsmittel sind, führt ein übermäßiger Genuss zu einer Übersäuerung des Körpers. Auf die Dauer macht uns diese Übersäuerung krank. Wenn wir hier den Konsum einschränken und auf eine basenüberschüssige Ernährung achten, tun wir uns definitiv einen Gefallen und können so einige Krankheiten verhindern und unseren Körper entlasten.

Ohne tierische Fette sinkt der Cholesterinspiegel.

Da auf tierische Fette verzichtet wird und statt gesättigter Fettsäuren eher gesunde ungesättigte Fettsäuren in unseren Kreislauf gelangen, ist eine vegane Ernährung deutlich cholesterinärmer. Geringe Cholesterinwerte können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Und was ist mit Diabetes - Volkskrankheit Nummer eins?

Keine Krankheit ist in den letzten Jahren in Deutschland so rasant angestiegen wie Diabetes. Der Grund: Überzuckerung und Übergewicht. Ok, Zucker ist zwar vegan, aber natürlich ungesund. Die Erklärung dafür, warum Veganer seltener an Diabetes erkranken, liegt eher daran, dass sie seltener übergewichtig sind.

Ballaststoffe für eine gesunde Darmflora

Die vermehrte Aufnahme von Ballaststoffen ist ein weiterer positiver Aspekt einer veganen Ernährung. Mehr Ballaststoffe zu essen, ist eine der wichtigsten Ernährungsempfehlungen für eine gesunde Darmflora. Denn sie helfen Darmbakterien dabei, sich besser zu vermehren. Außerdem regulieren Ballaststoffe den Insulinspiegel sowie Entzündungsprozesse und den Fettstoffwechsel. Sie kurbeln die Ausschüttung von Sättigungshormonen an und erhöhen den Energieverbrauch und helfen so auch bei der Gewichtsreduktion.

Offizielle Stimmen bestätigen, dass vegane Ernährung gesund ist.

Lange wurde kontrovers diskutiert, ob die vegane Ernährungsform gesund und empfehlenswert ist. Inzwischen gibt es viele Stimmen, die die Vorteile bestätigen und eine pflanzliche Ernährung empfehlen:

„Es ist die Position der Academy of Nutrition and Dietetics, dass gut geplante vegetarische Ernährungsformen, inklusive streng vegetarischer oder veganer Ernährungsformen, gesund und nährstofftechnisch angemessen sind sowie Gesundheitsvorteile bezüglich der Prävention und Behandlung von gewissen Gesundheitszuständen haben können. Gut gestaltete vegetarische Ernährungsformen sind für Personen während aller Lebensabschnitte, inklusive Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglingsalter, Kindheit und Jugend sowie für Sportler*innen geeignet.“

Aber auch in Deutschland äußern sich Institutionen positiv zur veganen Ernährung. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) benennt viele gesundheitliche Vorteile und unterstützt mit vielen Informationen.

Dennoch bedeutet vegan nicht automatisch gesund. Man kann sich auch sehr ungesund und trotzdem vegan ernähren. Mit Pommes, Bier, Keksen und Weißbrot tut man zwar den Tieren einen Gefallen, aber noch lange nicht sich selbst. Wenn ich von veganer Ernährung spreche, meine ich immer eine ausgewogene und gesunde Ernährungsweise 😉 und wenn man sich vollwertig vegan-vegetarisch ernährt, kann man das Risiko für zahlreiche ernährungs-mitbedingte Zivilisationskrankheiten verhindern.

Das Wichtigste ist aber am Ende, dass essen Spaß macht und sich nicht wie Verzicht anfüllt. Deswegen nähert man sich langsam dem Ziel und entdeckt auf dem Weg, viele neue ungeahnte Möglichkeiten – angespornt von einem neuen Gefühl von Leichtigkeit, Vitalität.

Warum habe ich mich auf vegane Ernährungsberatung spezialisiert?

Ich interessiere mich schon lange für gesunde Ernährung und hinterfrage mich hier selbst immer wieder sehr genau. Den Anfang der Reise kann ich von meinem heutigen Standpunkt aus gar nicht mehr datieren oder festmachen. Irgendwann habe ich einfach meinen Fleischkonsum hinterfragt und diese Glaubenssätze, die dahinterstehen. Irgendwie gehörte Fleisch zu einer „richtigen“ Mahlzeit einfach dazu. Das wurde an sich nie wirklich hinterfragt. Da Fleisch nicht zu einer gesunden und basenüberschüssigen Ernährung gehört, habe ich meinen Fleischkonsum einfach eingeschränkt: Es reicht ja, wenn man 1 oder 2 mal in der Woche Fleisch isst. So fing es an. Mit dem Fazit, dass ich irgendwann gar kein Fleisch und auch keine Wurst mehr gegessen habe. Das nächste waren Milchprodukte, die ja nun auch nicht ausschließlich förderlich für die Gesundheit sind. Hier habe ich lange nach einer pflanzlichen Alternative gesucht, die vor allem lecker im Kaffee schmeckt und da nicht anfängt, Flocken zu bilden. Als ich ein passendes Produkt gefunden habe, war es ganz einfach auf tierische Milch zu verzichten. So ging es Step by Step fließend ineinander über. Bei manchen Sachen bin ich tatsächlich auch nicht ganz so streng. Auf Honig z. B. möchte ich nicht verzichten. Ich achte dann aber auf die Qualität und kaufe Bio-Produkte. Ich denke, es ist schon ein riesen Schritt und eine immense Verbesserung, wenn man sich ein bisschen einschränkt und am Anfang kleine Schritte macht, die am Ende des Tages ein sehr großer Schritt sind. Diese kleinen Schritte bewirken schon so viel – für die eigene Gesundheit und für unsere Umwelt.

Mit einer veganen Ernährung schonen wir die Umwelt.

Womit wir beim nächsten Punkt wären: Mit einer veganen Ernährung tun wir etwas Gutes für unser Umwelt, was unser Klima, aber natürlich auch den Umgang mit Tieren miteinschließt. Warum und wie beeinflusst unsere Ernährung unsere Umwelt? Werden weniger Tiere gegessen und demnach auch gehalten, verringert sich der Ausstoß an Treibhausgasen. Und nicht nur ein kleines bisschen, sondern enorm: Die landwirtschaftliche Tierhaltung ist für 18 Prozent aller ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich. Das ist mehr, als durch den Verkehr ausgestoßen wird. Dazu kommt der hohe Wasserverbrauch, der durch die Fleischproduktion entsteht und die Verunreinigung der Böden durch Gülle. Sicher gibt’s hier noch viele weitere Argumente – auch was die Tierhaltung betrifft, aber ich wollte jetzt keinen wissenschaftlichen Aufsatz schreiben und ich denke, viele dieser Argumente sind auch ohnehin bekannt oder von Fachleuten veröffentlicht.

Ein veganer Lebensstil ist ganzheitlich und nachhaltig.

Es geht bei veganer Ernährung also nicht nur um eine Ernährungsart, sondern um einen ganzheitlichen und nachhaltigen Lebensstil. Vegan zu leben bedeutet, diese Prinzipien so gut es geht auch auf andere Lebensbereiche wie Kleidung, Kosmetik und Alltagsgegenstände auszuweiten. Für mich bedeutet das, dass ich darauf achte, was und wie viel ich konsumiere. Ich versuche Obst und Gemüse zu kaufen, für das keine Pestizide verwendet wurden, bei Kosmetik vermeide ich unnötige Chemie, Tierprodukte oder eben Produkte, wo Tierversuche durchgeführt wurden. Man kann das noch endlos ausweiten, am Ende ist es eine ganz persönliche und individuelle Entscheidung. Mir persönlich ist Nachhaltigkeit eine Herzensangelegenheit und es wird ja auch zunehmend wichtiger, auch für Unternehmen. Obwohl die Zahlen immer noch sehr gering sind. Deswegen ist es mir ein Anliegen, hier einen Beitrag zu leisten. Ich möchte Menschen dabei unterstützen, sich vollwertig und gesund zu ernähren. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie komplex diese Themen sind und wie aufwendig es ist, sich durch den Dschungel an Informationen zu kämpfen, um hier seinen eigenen Weg zu finden. Hier ist meine Hand … als Stütze, Inputgeber oder auch für den kleinen Stups von Zeit zu Zeit :-).

Als zertifizierter Ernährungscoach unterstütze ich Menschen auf ihrem Weg zu einer gesunden, veganen Ernährung. Zu meinen Angeboten geht es hier.

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Kirsten Zenker

farbenfroher Blog von Kirsten Zenker

Hallo, schön, dass du hier bist! Ich bin Kirsten, Yoga-Lehrerin, Ernährungsberaterin, Coach und Lebenskünstlerin. Hier blogge ich zu Yoga-, Ernährungs-, Gesundheits- und Lifestyle-Themen, die mich beschäftigen und begleiten - ein farbenfroher Mix also. Sei dabei und lass dich inspirieren.

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