Topinambur – das kleine gesunde Kraftpacket.


Gestern habe ich sie wieder im Biomarkt entdeckt, die kleinen Topinambur-Wurzeln. Ich mag die kleinen Knollen sehr gern, also habe ich direkt die Gelegenheit genutzt und sie für meinen Salat mit in den Wagen gelegt.

Was macht man denn mit diesen birnenfirmen kleinen Knollen?

Schade eigentlich, dass Topinambur ein eher unscheinbares und unbekanntes Gemüse ist. Lange bin ich auch immer wieder dran vorbeigegangen und habe es ignoriert, aber irgendwann habe ich mal eine Topinambur-Suppe ausprobiert und fand den Geschmack echt toll. Das war der Anlass, einmal genauer zu schauen, was sich hinter diesem unscheinbaren Gemüse verbirgt. Ich war echt überrascht, wie gesund Topinambur ist und ja, lecker ist es auch. Die kleinen Wurzeln schmecken leicht nussig, ein bisschen süßlich, aber auch erdig – vielleicht am besten vergleichbar mit Artischocken oder Spargel. Das tolle ist, dass man sie sehr vielseitig verwenden kann: einfach frisch in den Salat, in eine Suppe oder als Zutat zum Ofengemüse. Egal, ob roh, gebraten, gehobelt, gekocht – mit oder ohne Schale – die kleine Wurzel kann einem Gericht noch einmal eine kleine besondere extra Note geben. Man sollte sie natürlich frisch kaufen und dann auch direkt verwerten. Nur frisch sind sie richtig schön knackig und entfalten ihr volles Aroma. Nicht nur geschmacklich ist Topinambur etwas Besonderes, die kleinen Wurzel-Knollen sind auch in vielerlei Hinsicht ein echter Gesundheits-Kick. Dieses Gemüse ist definitiv eine Bereicherung für eine gesunde und ausgewogene Ernährung.

Topinambur – Ballaststoffe für eine gesunde Verdauung.

Als erstes ist die Nährstoffverteilung schon einmal sehr vorteilhaft. Wer auf seine Energiebilanz achtet, muss sich mit Topinambur definitiv keine Sorgen machen: Die Knollen bestehen nämlich überwiegend aus Wasser. 100 g Topinambur enthalten nur 30 kcal und mit 4 g Kohlenhydraten und 0,3 g Fett ist das Gemüse sehr kalorien- und fettarm. Das interessante sind aber eher die 12 g Ballaststoffe, die in 100 g enthalten sind. Das ist echt eine Menge, die wir da mit einem kleinen Salat schon geknuspert haben.

Warum sind Ballaststoffe so spannend für eine gesunde Ernährung? Ballaststoffe binden Wasser und quellen dadurch auf. Das macht nicht nur lange satt, sondern unterstützt die Darmtätigkeit und kurbelt unsere Verdauung an. Aber auch hier ist Ausgewogenheit das Motto und nicht: „viel hilft viel“. Zuviel des Guten, kann zu Blähungen und Durchfall führen – und das will natürlich keiner. Wer also empfindlich ist, sollte sich zunächst erst einmal langsam an Topinambur herantasten.

Inulin für unsere Darmgesundheit

Inulin heißt der Ballaststoff, der in Topinambur enthalten ist. Es ist wirklich Inulin und nicht Insulin – das kann man leicht verwechseln. Inulin ist super, es hat nicht nur eine positive Wirkung auf unsere Verdauung, es ist zudem präbiotisch, d. h. die nützlichen Darmbakterien (Bifidobakterien) ernähren sich davon und können sich vermehren. Präbiotika fördern eine gesunde Darmflora und sorgen somit für ein starkes Immunsystem. Deshalb macht es durchaus Sinn verschiedene präbiotische Lebensmittel hin und wieder in seine Mahlzeiten zu integrieren. Neben Topinambur wirken z. B. noch Artischocken, Chicorée, Knoblauch oder Pastinaken präbiotisch. Aber zurück zum Kraftpacket Topinambur: In nur 100 g verstecken sich 16 g Inulin. Das ist doppelt soviel, wie die empfohlene Tagesdosis. Schon 8 g reichen für eine positive präbiotische Wirkung im Darm aus. Das bedeutet, dass die Bifidobakterien sich ausreichend vermehren können, um krankmachende Bakterien und Viren zu bekämpfen. Inulin kurbelt also unsere Darmtätigkeit und Verdauung an und schützt uns durch die Kräftigung des Immunsystems vor Krankheiten.

Topinambur wird auch „Diabetiker-Kartoffel“ genannt.

Inulin kann aber noch mehr: Es unterstützt die Aufnahme anderer Nährstoffe. So wird z. B. Calcium durch den Verzehr von Topinambur besser verwertet – gut für starke Knochen. Wenn man Topinambur regelmäßig isst, hat das auch einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel und auch für Diabetiker ist das Gemüse gesundheitsfördernd. Nicht umsonst wird es auch „Diabetiker-Kartoffel“ genannt. Warum? Im Vergleich zu Kartoffeln enthält Topinambur keine Stärke, sondern nur den Ballaststoff Inulin. Da Inulin unverdaulich ist, hat es keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.

Die tolle Knolle liefert auch viele Vitamine und Mineralien.

Was hat die tolle Knolle, die auch Erdbirne oder Jerusalem-Artischocke genannt wird, an Vitaminen und Mineralien zu bieten? Topinambur ist reich an B-Vitaminen und Vitamin C und es enthält Eisen, Kalium, Kupfer, Calcium und Magnesium. Mit einer kleinen Dosis stärken wir also unsere Nerven, Muskeln, Knochen und die Abwehrkräfte. Vor allem für Frauen und alle, die sich fleischlos ernähren, ist der hohe Eisengehalt ein zusätzlicher Pluspunkt.

Aber gut, alle gesundheitlichen Vorteile nützen nichts, wenn es nicht schmeckt. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt und man kann mit Topinambur viel ausprobieren und kombinieren. Ich mag Topinambur tatsächlich am liebsten als knackiges Highlight im Salat oder als Suppe. Vor allem in den kalten Wintermonaten ist eine wärmende Topinambur-Suppe ein besonderer Genuss. Apropos Winter und Suppe – Topinambur gibt es in der Regel von Oktober bis Mai zu kaufen. Also dann, probiert es mal aus.

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Kirsten Zenker

farbenfroher Blog von Kirsten Zenker

Hallo, schön, dass du hier bist! Ich bin Kirsten, Yoga-Lehrerin, Ernährungsberaterin, Coach und Lebenskünstlerin. Hier blogge ich zu Yoga-, Ernährungs-, Gesundheits- und Lifestyle-Themen, die mich beschäftigen und begleiten - ein farbenfroher Mix also. Sei dabei und lass dich inspirieren.

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