Ich bin ja tatsächlich so ein richtiger Porridge-Nerd. Ich habe mir schon vor Jahren Müsli warm gemacht. Damals wusste ich noch nicht, dass Porridge ein bekanntes Gericht aus Schottland ist. Inzwischen gibt es ja unzählige Porridge-Sorten, die man fertig kaufen kann: grob und fein, mit Obst und ohne oder mit Nüssen. Am liebsten mache ich mir aber mein Porridge selber. Da weiß ich genau was drin ist. Bei den meisten Kauf-Varianten ist ja teilweise sehr viel Zucker drin und auf Zucker möchte ich gern weitestgehend verzichten. Am Ende ist ein Porridge auch echt fix zubereitet. Es muss nicht lange vorbereitet werden oder muss ewig kochen. Das kann man gut morgens nebenbei in der Küche machen. Viele Zutaten benötigt ihr auch nicht dafür: Haferflocken und Milch sind eigentlich die Grundzutaten, alles andere ist Topping. Hier nehme ich gern Nüsse, Mandeln, etwas Trockenobst, Leinsamen, Chiasamen, Sonnenblumenkernen und etwas Obst: Banane, Kiwi, Apfel – was grad so da ist. Gesüßt wird mit Honig.

Warum ist Haferbrei das ideale Frühstück?

Ich mag es, früh direkt etwas Warmes zu essen, was dazu noch lange satt macht. Gerade, wenn man stressige Tage hat, finde ich es gut, direkt früh die wichtigsten Nährstoffe aufzunehmen. Und da hat Porridge eine Menge zu bieten. Schon alleine Haferflocken sind ein sehr gesundes Lebensmittel und wahrscheinlich mit Abstand die gesündeste Getreideart. Sie sind ein hervorragender Nährstofflieferant. Vor allem enthalten sie natürlich Kohlenhydrate, was hier langkettige Kohlehydrate sind, die lange satt machen. Hinzu kommt, dass in den Flocken viele Ballaststoffe enthalten sind, die unsere Verdauung anregen. Außerdem sind Haferflocken eine gute Proteinquelle. Deshalb sind sie auch interessant für eine vegane Ernährung. Vergleichsweise ist Hafer ein sehr fetthaltiges Getreide. Es handelt sich hier größtenteils aber um gesunde ungesättigte Fettsäuren. Neben dieser positiven Zusammensetzung der Makronährstoffe, enthalten Haferflocken auch viele sehr interessante Mikronährstoffe. Sie sind z. B. reich an B-Vitaminen und Vitamin H (Biotin), die wichtig für Haut, Haare und Nägel sind und für unsere Nerven. Darüber hinaus versorgt uns Hafer mit wichtigen Mineralien wie z. B. mit Zink, Eisen, Magnesium und Haferflocken können durch Beta-Glucan helfen, den Insulinspiegel zu senken. Nur ein Beispiel für Eisen, was ja vor allem für Frauen oft ein Thema ist: nur 40g Haferflocken decken zu ca. 16 Prozent den empfohlenen Tagesbedarf. Und: das sind nur die Haferflocken, die uns so viele gesunde Inhaltsstoffe liefern. Verfeinert man sein Porridge noch mit Leinsamen, Chiasamen, Kürbiskernen oder weiteren gesunden Fetten, kann man hier die Bilanz noch verbessern und hat tatsächlich mit einem Porridge am Morgen schon einen Großteil wichtiger Nährstoffe aufgenommen. Es gibt kaum eine bessere gesunde Frühstücksalternative.

Mein Porridge Rezept

Deshalb kommt jetzt hier mein ganz persönliches Porridge Rezept. Ich habe tatsächlich mal gewogen, um zu sehen, was eine Portion ist. So aufwändig ist es im Alltag dann tatsächlich nicht.

Zutaten für mein Porridge

150 ml Mandelmilch

40 g Haferflocken

5g Amaranth

5g Chiasamen

5g Kürbiskerne

10g Leinsamen

10g Mandeln

10g Datteln

1/2 Banane

Honig

Zubereitung

Ich gebe die Milch in den Topf und erwärme sie. Dann kommen die Haferflocken dazu und jeweils ein Teelöffel Amaranth, Chiasamen, Kürbiskerne, Leinsamen und Sonnenblumenkerne. Dann lasse ich alles ganz sanft kurz köcheln und zum Schluss füge ich noch kleingeschnittene Datteln, gehackte Mandeln und eine halbe Banane dazu. Ich lasse das Ganze dann noch kurz stehen, damit es etwas quellen und abkühlen kann. Dann ist es auch schon fertig: unser Frühstück.

Das tolle an Porridge ist ja, dass der Phantasie hier keine Grenzen gesetzt sind. Man kann beliebig verschiedene Trockenfrüchte, frisches Obst oder andere Saaten hinzufügen. Auch Mandelmus oder verschiedene Nüsse sind sehr lecker im Porridge. Ich probiere hier auch immer wieder gern etwas Neues und variiere die Kreation für etwas Abwechslung. Ein weiterer Vorteil, wie ich finde, die wichtigsten Zutaten hat man immer da. Es ist also nicht nötig, extra für ein Porridge verschiedene Zutaten einzukaufen. Allerdings muss man natürlich mit den Toppings aufpassen, dass sie nicht zu gehaltvoll sind oder eben eine Menge Zucker enthalten.

Energiebilanz

Meine hier angegebene Porridge-Variante enthält 420 kcal. Es ist also schon eine gehaltvolle, aber gesunde und lange satt-machende Mahlzeit.

Kalorien 420 kcal

Protein 15g

Kohlenhydrate 48g (davon Ballaststoffe 10g)

Fett 18g

 

Als zertifizierter Ernährungscoach unterstütze ich Menschen auf ihrem Weg zu einer gesunden Ernährung. Zu meinen Angeboten geht es hier.

Dass eine nährstoffreiche, pflanzenbasierte Ernährung gesund ist, daran besteht kein Zweifel mehr. Wenn du dich ausgewogen vegan ernährst, wirst du schnell merken, dass du mehr Energie hast und einfach fitter und aktiver bist. Du fühlst dich wortwörtlich wohl in deiner Haut, denn auch deine Haut wird klarer und strahlender. Eine vegane Ernährung beugt vielen Krankheiten vor oder kann bestehende Beschwerden lindern. „Vegan sein“ meint aber noch viel mehr – es ist ein ganzheitlicher Lebensstil, der einen nachhaltigen, umweltschonenden und tierfreundlichen Konsum beinhaltet. Es ist mir ein Bedürfnis, ein Herzenswunsch, hier einen Beitrag zu leisten und vielen Menschen Türen zu öffnen für sich selbst und auch für andere.

Der Weg zu einer veganen Ernährung ist meist kein direkter – es ist kein Kahlschlag oder eine extreme Veränderung von heute auf morgen. Meist sind es kleine Schritte und die Übergänge sind fließend. Am Anfang lässt man vielleicht einfach nur ein Fleischgericht pro Woche weg, dann zwei, dann drei. Man verzichtet mehr und mehr auf Fleisch und irgendwann lässt man schließlich auch andere tierische Produkte einfach weg, weil man merkt, dass es guttut und man sich einfach besser fühlt, wenn man sich gesund und ausgewogen ernährt.

Gesundheitliche Vorteile einer veganen Ernährung

Wer sich vegan ernährt, verzichtet auf Produkte, die von Tieren stammen. Die Ernährung ist also pflanzenbasiert – plantbased, um dieses schöne Wort einmal zu verwenden. Veganer verzichten also auf Fleisch, Wurst, Fisch, aber auch auf Milch, Eier, Käse und im allerweitesten Sinne auch auf Produkte, die durch Tiere gewonnen werden, wie z. B. Honig.

Vegane Lebensmittel wirken sich positiv auf unseren Säure-Basen-Haushalt aus.

Da die meisten tierischen Lebensmittel säurebildende Nahrungsmittel sind, führt ein übermäßiger Genuss zu einer Übersäuerung des Körpers. Auf die Dauer macht uns diese Übersäuerung krank. Wenn wir hier den Konsum einschränken und auf eine basenüberschüssige Ernährung achten, tun wir uns definitiv einen Gefallen und können so einige Krankheiten verhindern und unseren Körper entlasten.

Ohne tierische Fette sinkt der Cholesterinspiegel.

Da auf tierische Fette verzichtet wird und statt gesättigter Fettsäuren eher gesunde ungesättigte Fettsäuren in unseren Kreislauf gelangen, ist eine vegane Ernährung deutlich cholesterinärmer. Geringe Cholesterinwerte können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Und was ist mit Diabetes - Volkskrankheit Nummer eins?

Keine Krankheit ist in den letzten Jahren in Deutschland so rasant angestiegen wie Diabetes. Der Grund: Überzuckerung und Übergewicht. Ok, Zucker ist zwar vegan, aber natürlich ungesund. Die Erklärung dafür, warum Veganer seltener an Diabetes erkranken, liegt eher daran, dass sie seltener übergewichtig sind.

Ballaststoffe für eine gesunde Darmflora

Die vermehrte Aufnahme von Ballaststoffen ist ein weiterer positiver Aspekt einer veganen Ernährung. Mehr Ballaststoffe zu essen, ist eine der wichtigsten Ernährungsempfehlungen für eine gesunde Darmflora. Denn sie helfen Darmbakterien dabei, sich besser zu vermehren. Außerdem regulieren Ballaststoffe den Insulinspiegel sowie Entzündungsprozesse und den Fettstoffwechsel. Sie kurbeln die Ausschüttung von Sättigungshormonen an und erhöhen den Energieverbrauch und helfen so auch bei der Gewichtsreduktion.

Offizielle Stimmen bestätigen, dass vegane Ernährung gesund ist.

Lange wurde kontrovers diskutiert, ob die vegane Ernährungsform gesund und empfehlenswert ist. Inzwischen gibt es viele Stimmen, die die Vorteile bestätigen und eine pflanzliche Ernährung empfehlen:

„Es ist die Position der Academy of Nutrition and Dietetics, dass gut geplante vegetarische Ernährungsformen, inklusive streng vegetarischer oder veganer Ernährungsformen, gesund und nährstofftechnisch angemessen sind sowie Gesundheitsvorteile bezüglich der Prävention und Behandlung von gewissen Gesundheitszuständen haben können. Gut gestaltete vegetarische Ernährungsformen sind für Personen während aller Lebensabschnitte, inklusive Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglingsalter, Kindheit und Jugend sowie für Sportler*innen geeignet.“

Aber auch in Deutschland äußern sich Institutionen positiv zur veganen Ernährung. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) benennt viele gesundheitliche Vorteile und unterstützt mit vielen Informationen.

Dennoch bedeutet vegan nicht automatisch gesund. Man kann sich auch sehr ungesund und trotzdem vegan ernähren. Mit Pommes, Bier, Keksen und Weißbrot tut man zwar den Tieren einen Gefallen, aber noch lange nicht sich selbst. Wenn ich von veganer Ernährung spreche, meine ich immer eine ausgewogene und gesunde Ernährungsweise 😉 und wenn man sich vollwertig vegan-vegetarisch ernährt, kann man das Risiko für zahlreiche ernährungs-mitbedingte Zivilisationskrankheiten verhindern.

Das Wichtigste ist aber am Ende, dass essen Spaß macht und sich nicht wie Verzicht anfüllt. Deswegen nähert man sich langsam dem Ziel und entdeckt auf dem Weg, viele neue ungeahnte Möglichkeiten – angespornt von einem neuen Gefühl von Leichtigkeit, Vitalität.

Warum habe ich mich auf vegane Ernährungsberatung spezialisiert?

Ich interessiere mich schon lange für gesunde Ernährung und hinterfrage mich hier selbst immer wieder sehr genau. Den Anfang der Reise kann ich von meinem heutigen Standpunkt aus gar nicht mehr datieren oder festmachen. Irgendwann habe ich einfach meinen Fleischkonsum hinterfragt und diese Glaubenssätze, die dahinterstehen. Irgendwie gehörte Fleisch zu einer „richtigen“ Mahlzeit einfach dazu. Das wurde an sich nie wirklich hinterfragt. Da Fleisch nicht zu einer gesunden und basenüberschüssigen Ernährung gehört, habe ich meinen Fleischkonsum einfach eingeschränkt: Es reicht ja, wenn man 1 oder 2 mal in der Woche Fleisch isst. So fing es an. Mit dem Fazit, dass ich irgendwann gar kein Fleisch und auch keine Wurst mehr gegessen habe. Das nächste waren Milchprodukte, die ja nun auch nicht ausschließlich förderlich für die Gesundheit sind. Hier habe ich lange nach einer pflanzlichen Alternative gesucht, die vor allem lecker im Kaffee schmeckt und da nicht anfängt, Flocken zu bilden. Als ich ein passendes Produkt gefunden habe, war es ganz einfach auf tierische Milch zu verzichten. So ging es Step by Step fließend ineinander über. Bei manchen Sachen bin ich tatsächlich auch nicht ganz so streng. Auf Honig z. B. möchte ich nicht verzichten. Ich achte dann aber auf die Qualität und kaufe Bio-Produkte. Ich denke, es ist schon ein riesen Schritt und eine immense Verbesserung, wenn man sich ein bisschen einschränkt und am Anfang kleine Schritte macht, die am Ende des Tages ein sehr großer Schritt sind. Diese kleinen Schritte bewirken schon so viel – für die eigene Gesundheit und für unsere Umwelt.

Mit einer veganen Ernährung schonen wir die Umwelt.

Womit wir beim nächsten Punkt wären: Mit einer veganen Ernährung tun wir etwas Gutes für unser Umwelt, was unser Klima, aber natürlich auch den Umgang mit Tieren miteinschließt. Warum und wie beeinflusst unsere Ernährung unsere Umwelt? Werden weniger Tiere gegessen und demnach auch gehalten, verringert sich der Ausstoß an Treibhausgasen. Und nicht nur ein kleines bisschen, sondern enorm: Die landwirtschaftliche Tierhaltung ist für 18 Prozent aller ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich. Das ist mehr, als durch den Verkehr ausgestoßen wird. Dazu kommt der hohe Wasserverbrauch, der durch die Fleischproduktion entsteht und die Verunreinigung der Böden durch Gülle. Sicher gibt’s hier noch viele weitere Argumente – auch was die Tierhaltung betrifft, aber ich wollte jetzt keinen wissenschaftlichen Aufsatz schreiben und ich denke, viele dieser Argumente sind auch ohnehin bekannt oder von Fachleuten veröffentlicht.

Ein veganer Lebensstil ist ganzheitlich und nachhaltig.

Es geht bei veganer Ernährung also nicht nur um eine Ernährungsart, sondern um einen ganzheitlichen und nachhaltigen Lebensstil. Vegan zu leben bedeutet, diese Prinzipien so gut es geht auch auf andere Lebensbereiche wie Kleidung, Kosmetik und Alltagsgegenstände auszuweiten. Für mich bedeutet das, dass ich darauf achte, was und wie viel ich konsumiere. Ich versuche Obst und Gemüse zu kaufen, für das keine Pestizide verwendet wurden, bei Kosmetik vermeide ich unnötige Chemie, Tierprodukte oder eben Produkte, wo Tierversuche durchgeführt wurden. Man kann das noch endlos ausweiten, am Ende ist es eine ganz persönliche und individuelle Entscheidung. Mir persönlich ist Nachhaltigkeit eine Herzensangelegenheit und es wird ja auch zunehmend wichtiger, auch für Unternehmen. Obwohl die Zahlen immer noch sehr gering sind. Deswegen ist es mir ein Anliegen, hier einen Beitrag zu leisten. Ich möchte Menschen dabei unterstützen, sich vollwertig und gesund zu ernähren. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie komplex diese Themen sind und wie aufwendig es ist, sich durch den Dschungel an Informationen zu kämpfen, um hier seinen eigenen Weg zu finden. Hier ist meine Hand … als Stütze, Inputgeber oder auch für den kleinen Stups von Zeit zu Zeit :-).

Als zertifizierter Ernährungscoach unterstütze ich Menschen auf ihrem Weg zu einer gesunden, veganen Ernährung. Zu meinen Angeboten geht es hier.

Hast du Kurkuma schon für dich entdeckt? Diesem Gewürz werden so viele gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt, dass es wortwörtlich in aller Munde ist. Ich bin ja immer wieder gern in Asien und liebe diese tollen Curry-Gerichte. Zuhause habe ich dann versucht, Kurkuma in meine tägliche Ernährung zu integrieren, da, wie gesagt, die vielen positiven Wirkungen einfach schlagende Argumente sind. Dieses Power-Gewürz ist nicht nur entzündungshemmend, es wirkt auch entgiftend, fördert die Verdauung und ist antioxidativ. Wegen seiner vielen positiven Eigenschaften wird Kurkuma schon seit vielen Jahren in der Traditionellen Chinesischen Medizin und im Ayurveda als Heilmittel eingesetzt. Am Anfang habe ich viel ausprobiert, wie ich Kurkuma alltagstauglich machen kann. Jeden Tag Curry essen wollte ich nicht unbedingt und z. B. die viel angepriesene warme Kurkuma Milch ist so gar nicht meins. Deshalb hier ein kleiner Kurkuma Blog-Artikel mit einigen Infos zur gesunden Ernährung mit der Wunderknolle verbunden mit verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten.

Wo kommt Kurkuma eigentlich her?

Die Kurkuma-Pflanze wächst in Asien. Indien ist das weltweit größte Anbauland, wobei der größte Anteil auch hier verbraucht wird. Seit mehr als 4.000 Jahren nutzen die Inder Kurkuma als Gewürz und auch als Heilmittel. Die Ähnlichkeit lässt es vermuten: Kurkuma ist mit Ingwer verwandt – es gehört zur Familie der Ingwergewürze. Geschmacklich ist Kurkuma aber nicht so scharf wie Ingwer. Es schmeckt milder, vielleicht sogar ein bisschen süßlich und bitter. Bekannt ist vor allem auch die intensive gelblich-orange Farbe.

Was macht Kurkuma aber nun so gesund?

Dafür ist der Wirkstoff Curcumin verantwortlich, der neben anderen Bestanteilen und ätherischen Ölen in der Wurzel steckt. Ich kannte Kurkuma ursprünglich nur durch Curry-Mischungen. Man kann es aber natürlich auch pur kaufen, in Kapselform oder als Pulver. Wenn ihr Kurkuma frisch verwenden möchtet, kann ich euch nur raten, bei der Verarbeitung Haushaltshandschuhe zu tragen. Ansonsten sind eure Hände nach der Verwendung erst mal orange-gelb. Auch alle Geräte, die mit Kurkuma in Berührung kommen, sind danach gelb, aber mit etwas Öl bekommt ihr das auch gut wieder weg.

Welche Wirkung hat Curcumin?

Die positive Wirkung, die Curcumin nachgesagt wird, ist so umfassend, dass man fast sagen kann: Es hilft gegen alles. Das ist natürlich nur scherzhaft gemeint. Tatsächlich muss man sagen, dass es nicht zu allen behaupteten Wirkungen auch wirklich Studien gibt, die das wissenschaftlich belegen. So weit so gut. Welche positiven Eigenschaften werden also immer wieder genannt, wenn es um die Verwendung von Kurkuma geht?

Kurkuma soll eine schmerzlindernde, antibakterielle, entzündungshemmende, antioxidative und verdauungsfördernde Wirkung haben. Hierzu werden Untersuchungen durchgeführt, um zu prüfen, inwieweit man Kurkuma einsetzen kann, um z. B. Demenz, Arthritis, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lebererkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen und Nierenbeschwerden zu behandeln. Bei Demenz wird zum Beispiel vermutet, dass Kurkuma der Krankheit entgegenwirken kann, da die Inhaltsstoffe die Blut-Hirn-Schranke passieren können und so neurodegenerative Prozesse eventuell verhindern bzw. verlangsamen können. Ein Indiz ist die geringe Anzahl an Demenz-Erkrankungen in Indien, wo viel Kurkuma konsumiert wird. Durch seine entzündungslindernde Wirkung soll Kurkuma auch bei Rheuma hilfreich sein: Bei täglicher Einnahme von Kurkuma sollen die Gelenkschwellungen zurück gehen und Schmerzen werden gelindert. Darüber hinaus soll Kurkuma die Fettverdauung regulieren und sich somit lindernd auf Beschwerden wie Magenschmerzen, Blähungen, Verstopfungen oder Durchfall auswirken. Durch seine antioxidative Wirkung schützt das gelbe Pulver die Gesundheit der Körperzellen. Dadurch wird die körpereigene Immunabwehr gestärkt. Außerdem senkt die Wunderwurzel den Blutzucker- und Cholesterinspiegel und wirkt blutverdünnend und leberschützend. Wie gesagt, eine wahre Wunderknolle.

Wie kannst du die Bioverfügbarkeit von Curcumin erhöhen?

Man stößt also nicht nur als Asien-Fan auf Kurkuma, sondern auch, wenn man sich generell mit Gesundheit und gesunder Ernährung beschäftigt. Ich persönlich brauche auch nicht für alles eine wissenschaftliche Studie als Beweis. Dazu bin ich vielleicht auch zu sehr Yogi oder eben ein bisschen spirituell – wer weiß. Ich benutze Kurkuma jetzt schon sehr lange täglich und habe keine Nebenwirkungen festgestellt. Generell gilt, dass man achtsam mit sich und seinem Körper umgeht und sich natürlich selbst wahrnimmt und reflektiert, was einem guttut und was eher nicht und natürlich soll es schmecken. Ich persönlich liebe Curry-Gerichte und meinen Kurkuma-Shake. Ich verwende das Gewürz am liebsten in Pulverform. Man kann aber auch Kapseln nehmen oder Kurkuma frisch kaufen. Über den Tag verteilt esse ich ungefähr einen halben bis ein ganzen Teelöffel Kurkuma-Pulver. Das ist auch die empfohlene Menge, wenn man von den positiven Eigenschaften des Gewürzes profitieren will. Eine Möglichkeit ist natürlich, Kurkuma beim Kochen zu verwenden. Hier gibt es ja eine Menge leckere Gerichte, die ausprobiert werden können. Wie gesagt, jeden Tag Curry muss dann für mich auch nicht sein, von daher mag ich Kurkuma-Pulver ganz einfach in einem Shake. Ich nehme dafür etwas Apfelsaft, Obst, Kurkuma-Pulver, Leinöl – ok dann kommt noch etwas Gerstengras, Spirulina, Flohsamenschalen dazu – fertig ist mein Shake für den Tag. Ich finde hier kommt auch nicht dieser starke Geschmack so zum Tragen. Durch den Apfelsaft und das Obst schmeckt der Shake eher fruchtig. Eine andere Möglichkeit Kurkuma zu genießen, ist die Kurkuma-Milch, Kurkuma-Zitronen-Shots oder eben gepresste Säfte mit Kurkuma. Hier kann man sich echt austoben.

Allerdings ist die Bioverfügbarkeit von Curcumin nicht sehr hoch, d. h. es kann nicht sehr gut vom Körper aufgenommen werden und dementsprechend nicht seine volle Wirkkraft entfalten. Aber dafür gibt es eine Lösung: Einfach etwas schwarzen Pfeffer hinzugeben, dann kann Curcumin besser verwertet werden. Da Curcumin fettlöslich ist, könnt ihr auch jeweils ein bisschen Fett verwenden, um die Aufnahmefähigkeit im Körper zu erhöhen. Also einfach beim Kochen etwas Fett nehmen, in den Shake etwas Leinöl geben und den Kurkuma-Tee mit etwas fetthaltiger Milch genießen. Das Erhitzen erhöht die Wasserlöslichkeit. Allerdings ist zu viel Hitze über einen langen Zeitraum weniger gut für die Wirkstoffe an sich.

Ich hoffe, es war ein Tipp für euch dabei und ihr könnt auf eure Weise Kurkuma genießen und vielleicht ein bisschen Asien-Feeling nach Hause holen.

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Es ist wieder so weit: Zeit für Fasten. Gerade nach der Weihnachtszeit und als Neuanfang für ein beginnendes Jahr ist eine Fastenkur perfekt. Leider schaffe ich es nicht jedes Jahr. Manchmal ist man einfach zu eingespannt und ich weiß für mich, dass ich Arbeit und Stress nicht gut mit dem Fasten verbinden kann bzw. passt das einfach nicht zusammen. Umso mehr freue ich mich, dass ich mir dieses Jahr die Zeit nehmen kann. Ich habe auch das Gefühl, dass es dringend nötig ist. Da haben sich eine Menge schlechte Angewohnheiten eingeschlichen und ich ernähre mich gerade nicht so sauber und gesund, wie ich es eigentlich möchte. Für mich ist da manchmal so ein großer Break besser als viele kleine Schritte.

#Cut – zurück auf Anfang bitte!

Der komplette Verzicht auf feste Nahrung leitet die körperliche aber auch eine geistige Entgiftung ein. Es fällt mir in diesem Zustand leichter, den nötigen Abstand zu finden, um schlechte Gewohnheiten aufzudecken und loszulassen. Fasten bedeutet für mich Ruhe, Entgiftung, Loslassen, mich neu ausrichten und mich mit mir selbst zu beschäftigen. Durch eine Fastenkur finde ich einfacher den Weg zurück zu einer gesunden Ernährung. Aber nicht nur bei der Ernährung wird man mit sich selbst konfrontiert. Fasten greift auf so vielen Ebenen. Was ist Hunger überhaupt? Was sind seelische Bedürfnisse, die dahinterstecken? Wie gehe ich mit diesen Bedürfnissen um und wie kann ich sie in meinem Alltag erfüllen? Welche Gewohnheiten möchte ich etablieren? Fasten ist Quality-Time. Ich nehme mir einfach sehr viel Zeit für mich, für Reinigungsrituale, Bewegung, ein gutes Buch, Sauna. Es ist Wellness pur und ich fühle mich dabei so fit, klar und bin voller Ideen. Das eigentliche Fasten ist auch nicht wirklich schwer, eine wirkliche Hürde ist das Anfangen und das Aufhören.

Eine Fastenkur beginnt mit den Entlastungstagen.

Das eigentliche Fasten wird durch die Entlastungstage eingeläutet. Ich nehme mir hier mindestens drei Tage, um mich seelisch und moralisch darauf einzustellen. Außerdem ist es nochmal ein Check, ob ich alle Utensilien und Lebensmittel habe, die ich in der Zeit benötige, weil Einkaufen möchte ich nicht gehen müssen. Das wäre ja Selbstquälerei, wenn man sich mit leckeren Lebensmitteln und Gerüchen konfrontiert. In den Entlastungstagen stellt man dann auch schon die Ernährung um, d.h. keine Süßigkeiten, keinen Zucker mehr, nix deftiges, keine tierischen Produkte oder generell keine säurebildenden Lebensmittel. Ich trinke schon in den Entlastungstagen keinen Kaffee mehr, esse Suppen und versuche auf Brot zu verzichten – also Porridge zum Frühstück. Am vierten Tag wird dann der Darm entleert. Das ist nicht unbedingt der angenehmste Teil, aber absolut notwendig, denn wenn der Magen und Darm leer sind, hat man kein Hungergefühl mehr. Von daher: Augen zu und durch. Ich nehme hierfür Glaubersalz – ca. 30-40g. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten (Sauerkrautsaft usw.). Ich mische das Glaubersalz mit Apfelsaft und mache etwas Zitrone hinein, damit es nicht ganz so widerlich schmeckt. Beim Trinken halte ich mir die Nase zu und versuche alles in einem Zug zu schaffen. Danach muss viel getrunken werden, da dem Körper Flüssigkeit entzogen wird. Wenn man diese Prozedur hinter sich gebracht hat, geht es los: Es wird nichts Festes mehr gegessen.

Ruhe heilt. Beim Fasten entgiften Körper, Geist und Seele.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, welche Prozesse durch diesen Nahrungsverzicht angeregt werden. Nach nur wenigen Tagen stellt der Körper seine Energiegewinnung um. Da der Glukosespeicher relativ schnell aufgebraucht ist, wird die benötigte Energie aus den körpereigenen Reserven gewonnen, was letztendlich Körperfett ist. In den Zellen wird nach Energiequellen gesucht und schädlichen Strukturen werden abgebaut. Die sogenannte Autophagie beginnt - unser Körper reinigt sich selbst von Innen. Schädliche oder sogar krankhafte Zellbestandteile werden verwertet und ausgeschieden. Der Körper mistet aus und verdaut sich selbst. Autophagie wird auch mit Selbstverdauung übersetzt. Dieser ganze Prozess ist natürlich gesundheitlich wahnsinnig förderlich und es ist außerdem eine Verjüngungskur.

Damit die Giftstoffe leichter abtransportiert werden können, gibt’s es verschiedenen Rituale. Bewegung ist wichtig und wohltuend, da so der Stoffwechsel angeregt wird. Das Trockenbürsten durchblutet und regt vor allem die Entgiftung über die Haut an, was ja unser größtes Entgiftungsorgan ist. Mit einer weichen Körperbürste massiert und bürstet man seinen Körper – ein schönes kleines Morgenritual. Ich verbinde das Fasten auch mit Ölziehen, was ich dann auch in meine Morgenroutine integriere. Beim Ölziehen werden die Giftstoffe im Mund gebunden und entfernt. Mittags gibt es dann einen Leberwickel, um die Leber beim Entgiften zu unterstützen – quasi eine Wärmflasche auf der rechten Bauchseite. Das ist herrlich angenehm und meistens so entspannend, dass ich einschlafe. Ein Mittagsnickerchen gehört für mich ganz selbstverständlich in einen Fastentag. Für viele eher ungewohnt oder unangenehm sind Einläufe, die natürlich wichtig sind, um Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen.

Für mich ist neben diesen ganzen körperlichen Aspekten auch die seelische Reinigung ein sehr wichtiger Bestandteil. Ich nehme mir dann besonders viel Zeit für mich, spaziere, lese, mache viel Yoga, meditiere, gehe in die Sauna. Ich fühle mich in der Zeit irgendwie befreit, bin sehr klar und kreativ. Nach ein paar Tagen stellt sich ein richtiges „Hoch-Gefühl“ ein. Ich könnte Bäume ausreisen. Der Körper ist halt nicht mehr mit der Verdauung beschäftigt und hat Energie. Aber natürlich spielt Essen im Kopf eine große Rolle. Der Geruchs- und Geschmacks-Sinn sind besonders intensiv und es gibt Tage, da könnte ich alles essen. Ich versuche diesen Zustand sehr bewusst wahrzunehmen und genieße es, so intensiv zu schmecken, zu riechen und zu spüren. Dieser Heißhunger ist ja am Ende nur Kopfsache und ich habe mich viel gefragt, wo eigentlich dieser Appetit herkommt.

Das Fastenbrechen ist die größte Herausforderung.

Dieser Heißhunger macht auch die Aufbautage so schwer, weil man dann ja eigentlich alles wieder essen kann. Da muss ich mich dann schon sehr zügeln. Der Magen wäre ja auch völlig überfordert, wenn man direkt mit einem fetten Gericht anfängt und sich überfrisst. Das wohl bekannteste Zitat zum Fastenbrechen stammt von George Bernard Shaw „Jeder Dumme kann fasten, aber nur ein Weiser kann das Fasten richtig brechen.“ Deshalb sollte auch das Fastenbrechen gut vorbereitet werden. Ich habe ganz bewusst nichts Süßes zuhause und kaufe im Vorfeld schon alle Zutaten für eine Suppe oder einen Salat und natürlich viel Obst. So kann ich gar nicht erst in Versuchung geraten. Außerdem soll ja das Fasten ein Anlass sein, zurück zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung zu finden. Noch bin ich mittendrin – bei Tag sechs – aber mein Fazit oder mein Wunsch wäre es, regelmäßiger die Zeit für eine Fastenkur zu haben. Dieses Gefühl und alle gesundheitlichen Vorteile sind einfach gigantisch und es tut mir so gut, zur Ruhe zu kommen und mich mit mir selbst zu beschäftigen.

Eine Einkaufsliste für deine Fastenkur.

Für alle, die gern den Versuch wagen möchten und eine Fastenkur planen, habe ich mal alle wichtigen Utensilien und Lebensmittel zusammengestellt. Nicht alles ist zwingend notwendig, aber vielleicht ein guter Hinweis oder eine Anregung.

Als zertifizierter Ernährungscoach und Fasten-Fan biete ich begleitete Fastenkuren an. Zu meinen Angeboten geht es hier.